Charlotte-Friederike von Pfalz-Zweibrücken (2. Dezember 1653 – 27. Oktober 1712)

Wir als Charlotte-Friederike-Realschule plus Meisenheim haben uns im Jahr 2023 bewusst für diesen Namen entschieden – als Zeichen der Verbundenheit mit unserer Region und aus Respekt vor einer Frau, die in schwierigen Zeiten Mut, Weitsicht und Verantwortung bewiesen hat. Auf diesen Namen sind wir stolz, weil er uns täglich daran erinnert, dass Bildung, Zusammenhalt und Engagement Werte sind, die auch unsere Schule prägen.

Leben und Herkunft

Charlotte-Friederike wurde als jüngste Tochter des Herzogs Friedrich von Pfalz-Zweibrücken und seiner Frau Anna Juliane von Nassau-Saarbrücken geboren.
1672 heiratete sie in Meisenheim ihren Cousin, Erbprinz Wilhelm Ludwig von Pfalz-Landsberg. Die Ehe war von Schicksalsschlägen geprägt, denn alle drei Kinder starben sehr früh, und Charlotte-Friederike wurde bereits jung Witwe.

Ihre Rolle als Administratorin

In einer Zeit, in der Kriege und Besatzungen die Pfalz prägten, übernahm Charlotte-Friederike große Verantwortung: Sie verwaltete das Herzogtum Pfalz-Zweibrücken und setzte sich für ihre Heimat ein. Besonders bekannt wurde sie, als sie 1689 erreichen konnte, dass Meisenheim nicht vollständig zerstört wurde – eine bemerkenswerte Leistung angesichts der damaligen Kriegswirren.

Spätere Jahre und Vermächtnis

Charlotte-Friederike lebte später zurückgezogen, unterstützte aber weiterhin Gemeinden und Kirchen, unter anderem durch die Stiftung eines Kirchenneubaus in Dörrmoschel. Am 27. Oktober 1712 verstarb sie dort und wurde in der Schlosskirche von Meisenheim beigesetzt.

Sie bleibt in Erinnerung als kluge, standhafte und verantwortungsbewusste Frau, deren Lebensweg auch für uns heute Vorbild sein kann.

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